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Donnerstag, 4. Mai 2017
Level up?
kisiyariel, 15:31h
Das Ende muss so oder so irgendwann her.
Nicht nur meiner Partnerschaft zu liebe, sondern auch, weil ich das Gefühl habe, dass sich innerhalb der Affäre etwas verändert hat.
Die nächste Dienstreise führte uns zusammen in eine fremde, weit entfernte Stadt.
Die Nächte haben wir ausgiebig genossen.
Mit einander gespielt und das ausprobiert, worauf man Lust hatte.
Der gemeinsame Ausflug in einen Sex-Shop und das, was daraus hervorgegangen ist, beschäftigt dein Kopfkino noch heute.
Zwischen der ersten und der zweiten Dienstreise lagen ein paar Monate, wenige Treffen fanden statt. Mehrfach war es nur einfaches Kaffee trinken.
Nichts, woraus sich schließen lassen könnte, dass man aktiv etwas getan hat, um den Status Quo zu ändern.
Dass ICH etwas bei dir ausgelöst habe, dass alles ändern könnte.
In der zweiten Nacht hast du mich gebeten, dass ich bei dir bleibe.
Dass wir gemeinsam einschlafen und zusammen aufwachen. Das habe ich abgelehnt, weil ich diese Art der Nähe nicht wollte.
Bei gemeinsamen Team-Besprechungen saßen wir nebeneinander, unauffällig strich deine Hand beim Vorbeigehen über meinen Arm. Auch hier habe ich darum gebeten, das zu unterlassen.
Die nächste Auffälligkeit war, dass du mich heimlich geküsst hast, beim Ausflug auf den Weihnachtsmarkt. Zumindest hoffe ich noch immer, dass es kein anderer mitbekommen hat.
All das habe ich als Spielerei von dir abgetan. Deine Art Grenzen auszutesten.
Dir und anderen etwas zu beweisen. Zugegeben, ernst genommen habe ich das alles nicht.
Zum Abschluss haben wir noch zu zweit einen Ausflug unternommen. Von diesem weiß bis heute keiner.
Zu zweit bei Sonnenuntergang standen wir auf diesem unbeschreiblich schönen Monument.
Kalt war es. Der Winter lag in den ersten Zügen.
Zwei Fotos gibt es hiervon. Eines zeigt mich, wie ich gedankenverloren in die Ferne blicke.
Auf der darauffolgenden Weihnachtsfeier Wochen später hast du mir leise heimlich erzählt, dass das dein Herzmoment im letzten Jahr war. Es hätte dich beeindruckt, wie ich so schnell so los lassen konnte und „frei“ war.
Du hast es genossen, dass ich diesen Moment so genossen habe.
Win Win für beide Seiten.
Kurz darauf fing es an, dass du mir einen Kosenamen gegeben hast. Böse wurdest du, als ich inflationäre Betitelungen nicht haben wollte.
Dein „Traummensch“ sei ich und ich sei der einzige Mensch, der so bezeichnet werden würde. Dran sein nichts inflationär. Dass ich so denke, würde dich verletzen. Hast du mir nahegelegt.
Erneut habe ich es abgetan als „Spleen“ von dir, ja sogar als Masche. Und auch heute noch, hege ich öfters diesen Gedanken. Diese Beteuerungen kannst du einfach nicht ernst meinen.
Weil wir doch Regeln haben.
Weil man das innerhalb von Affären nicht so macht.
Und schlussendlich, weil ich kein Mensch bin, in den man sich verliebt.
Ich habe dich auch nie danach gefragt, ob dir das passierst ist und ich werde es in nächster Zeit auch nicht tun. Zu sehr habe ich Angst vor der Antwort.
Oft habe ich versucht, dir das rational zu erklären. Dass du so denkst, weil die Wirklichkeit verwischt. Ich bin bequem und deswegen siehst du es als „traumhaft“ an.
Ich stelle keine Ansprüche, hege keine Eifersucht und bin spielfreudig im Bett.
Aber das ist nur ein kleiner Bruchteil meines Wesens, denn der Rest….der geht dich einfach nichts an.
Eben weil du nur „diese“ Seiten bekommst, denkst du, dass alles schön sei mit mir. Unkompliziert. Nur das bin ich ganz und gar nicht. Ich bin verworren und verdreht.
Manchmal gewinne ich den Eindruck, dass du mir noch näher kommen willst, je weiter ich dich von mir fernhalte.
Angefangen bei den oben genannten Kosenamen und aufgehört dabei, dass Nachrichten mittlerweile von dir mit „hab dich lieb“ enden.
Mehrfach habe ich klargestellt, dass das kein Verhalten innerhalb von Affären ist.
Du hast mir dann erklärt, dass man Freunde durchaus lieb haben dürfe und bei einer Freundschaft Plus sei das ebenso.
Noch heute lässt du dich zu meinem Leidwesen davon nicht abbringen.
Dass es für dich mittlerweile eine Freundschaft ist wurde deutlich, als du mit deinem Herzmenschen Stress hattest zum Jahresende hin.
An diesem Abend konnte ich dir nur 15 Minuten Zeit schenken und die hast du genutzt. Um über diesen Streit zu reden, dich umarmen zu lassen und für dich da zu sein.
Wider meiner Natur hinterfrage ich diese Dinge nicht, kommentiere sie auch nicht.
Wie gesagt, ich fürchte die Antwort und vielleicht…vielleicht weiß ich sie auch schon längst und will sie nur nicht wahrhaben.
Vielleicht denke ich aber auch viel zu weit und die Dinge sind so, wie du sagst.
Du magst mich. Das ist eine Freundschaft plus für dich und fertig aus.
Denn so schöne Dinge die du mir zuteilwerden lässt, so ambivalent verhältst du dich auch hin und wieder.
Dann höre ich manchmal tagelang nichts von dir oder bemerke, wie du bei gemeinsamen Treffen anderen hinterhersiehst.
Egal ist mir das nicht, allerdings trifft es mich auch nicht. Denn du verursachst mir kein Herzklopfen, kein Verliebt sein oder ähnliches.
Ich bemerke solche Dinge, mehr aber auch nicht.
Ich fasse dich gerne an, schlafe gerne mit dir und verbringe auch gerne Zeit mit dir. Nur emotional? Da bin ich sattelfest, da gehöre ich zu meinem Herzmenschen.
Daran gab es nie Zweifel und wird es auch nie welche geben.
Unsere Spielchen genieße ich ebenfalls sehr.
Diese Unart, mich mit diesem Kosenamen zu belegen, habe ich wegbekommen, in dem ich dich mit deinen eigenen Worten geschlagen habe.
Gleiches galt für Komplimente und Co.
Und das nagt an dir. Zum einen, dass ich dich dran bekommen habe und zum anderen, dass du diese Gewohnheit abstellen musstest.
Mir ist nur sehr deutlich bewusst geworden, wie sehr sich diese Spielchen wandeln.
Nicht auf den Sex bezogen, sondern auf das Dazwischen.
Du hast dich nicht an Absprachen gehalten und mir ein Geburtstageschenk besorgt. Außenstehende würden lächelnd dieses Sportgerät abnicken und gut wäre das.
Aber dahinter steckt ein klares Ziel von dir.
Ein gemeinsames Hobby schaffen, eine gemeinsame Aktivität außerhalb des Bettes finden und Freizeit miteiandern verbringen und auch etwas mit dir zusammen machen, was dir dein Herzmensch verwehrt.
Allgemein könnte es eher in diesen Bereich gehen.
Ich bin die Ersatzbeziehung für dich.
Der Mensch, der die Dinge mit dir macht, die du von deinem Herzmenschen nicht bekommst.
Das ist ganz klar nicht zu verwechseln mit verliebt sein. Das sind zwei völlig unterschiedliche Bereiche.
Stück für Stück hast du rausgelassen, was du in deinem Zuhause nicht bekommst. Und es scheint, dass ich unbewusst da die ein oder andere Lücke fülle.
Ein gutes Bespiel ist hierfür die Phase nach dem Sex. Reden muss man da nicht groß, aber man liegt eben zusammen. Fährt mit den Fingern die Konturen der nackten Haut seines Gegenübers nach. Genießt die Nachbeben. Den Duft des anderen.
Solche Dinge sind für mich selbstverständlich. Ich denke darüber nicht nach, ich mache sie einfach.
„Das kenne ich von Zuhause nicht“, hast du mir letztens ins Ohr gemurmelt.
„Was?!“
„Na das hier…diese Nähe nach dem Sex….wenn du mich zwischen den Schulterblättern streichelst und die Gänsehaut über meinen Körper jagt“, war deine verschlafene Antwort.
Reflexartig habe ich meine Hand zurückgezogen, als hätte ich mich verbrannt.
Dein Griff war fest und bestimmt, als du diese zurückgelegt hast: „Ich habe NICHT gesagt, dass du damit aufhören sollst!“
„Ich will dir nur nicht zu nah kommen oder zu klettig sein.“
„Nein. Bist du nicht. Mach bitte weiter“, hast du erwidert.
Während der Schweiß auf meiner Haut abkühlte, schlich sich der Gedanke ein, ob wir zwei doch nicht unbewusst auf der Suche waren. Auf das, was Zuhause fehlt.
Bei dir vielleicht mehr, als bei mir.
Ich habe Nähe. Lachen. Geborgenheit und unendlich viel Liebe. Gemeinsame Unternehmungen, Ziele und Träume.
Nur eben auch leider Flaute im heimatlichen Bett. Einmal im halben Jahr Sex zu haben ist mir einfach zu wenig.
Und falls man sich fragt, ja ich habe es angesprochen. Ja, man hat Dinge versucht, Und ja, es hat sich nichts geändert.
Bei dir erscheint es mir so, dass deine Partnerschaft besser läuft, je mehr du dich außer Haus vergnügst.
Denn nicht immer schlafen wir miteinander. Und trotzdem gehst du lächelnd nach Hause.
Wenn man sich alles hier nochmal durchliest könnte man meinen, du wärst ein lieber und unglaublich netter Mensch. Bist du nicht. Ich weiß das wohl.
Ein „charmanter Arsch“ bist du und ich habe lediglich das Glück, dass du mir gegenüber noch nie den Arsch hast raushängen lassen.
Dennoch gibt es unschöne Seiten an dir. Dessen bin ich mir durchaus bewusst.
Du bist sehr ehrgeizzerfressen, ungeduldig mit Menschen die du nicht leiden kannst, dein Ego ist groß, du bist ein Beobachter und das macht es schwer, dich manchmal einzuschätzen, du bist sehr von dir überzeugt.
Mir fällt es leicht, das so auszuhalten und zu tragen.
Einfach, weil es in meiner Position gar keine andere Vorstellung davon gibt.
Im Alltag muss ich mich mit alldem / mit dir nicht auseinandersetzen.
Du bist nicht mein tägliches Leben und das ist gut so.
Und ja, ich sage dir diese Dinge auch direkt ins Gesicht. Allerdings kann ich nicht sagen, ob dich das berührt oder kümmert.
Ich weiß nur, dass du kurze Zeit später mit Dingen um die Ecke kommst, mit denen ich so nie rechne.
Bei meiner letzten Reise hast du mir geschrieben, als ich schon am Flughafen saß.
„Mit dir würde ich bis an das Ende der Welt reisen und zurück!“, stand in der Nachricht.
„Mit mir wirst du nirgends hinreisen. Das Recht steht alleine deinem Herzmenschen zu“, war meine Antwort.
Daraufhin kam lange nichts mehr von dir.
Mir ist klar, dass ich nicht nett bin in diesen Momenten, aber das Bedürfnis die Dinge so darzustellen wie sie nun mal sind, ist einfach zu groß in mir.
Nicht nur meiner Partnerschaft zu liebe, sondern auch, weil ich das Gefühl habe, dass sich innerhalb der Affäre etwas verändert hat.
Die nächste Dienstreise führte uns zusammen in eine fremde, weit entfernte Stadt.
Die Nächte haben wir ausgiebig genossen.
Mit einander gespielt und das ausprobiert, worauf man Lust hatte.
Der gemeinsame Ausflug in einen Sex-Shop und das, was daraus hervorgegangen ist, beschäftigt dein Kopfkino noch heute.
Zwischen der ersten und der zweiten Dienstreise lagen ein paar Monate, wenige Treffen fanden statt. Mehrfach war es nur einfaches Kaffee trinken.
Nichts, woraus sich schließen lassen könnte, dass man aktiv etwas getan hat, um den Status Quo zu ändern.
Dass ICH etwas bei dir ausgelöst habe, dass alles ändern könnte.
In der zweiten Nacht hast du mich gebeten, dass ich bei dir bleibe.
Dass wir gemeinsam einschlafen und zusammen aufwachen. Das habe ich abgelehnt, weil ich diese Art der Nähe nicht wollte.
Bei gemeinsamen Team-Besprechungen saßen wir nebeneinander, unauffällig strich deine Hand beim Vorbeigehen über meinen Arm. Auch hier habe ich darum gebeten, das zu unterlassen.
Die nächste Auffälligkeit war, dass du mich heimlich geküsst hast, beim Ausflug auf den Weihnachtsmarkt. Zumindest hoffe ich noch immer, dass es kein anderer mitbekommen hat.
All das habe ich als Spielerei von dir abgetan. Deine Art Grenzen auszutesten.
Dir und anderen etwas zu beweisen. Zugegeben, ernst genommen habe ich das alles nicht.
Zum Abschluss haben wir noch zu zweit einen Ausflug unternommen. Von diesem weiß bis heute keiner.
Zu zweit bei Sonnenuntergang standen wir auf diesem unbeschreiblich schönen Monument.
Kalt war es. Der Winter lag in den ersten Zügen.
Zwei Fotos gibt es hiervon. Eines zeigt mich, wie ich gedankenverloren in die Ferne blicke.
Auf der darauffolgenden Weihnachtsfeier Wochen später hast du mir leise heimlich erzählt, dass das dein Herzmoment im letzten Jahr war. Es hätte dich beeindruckt, wie ich so schnell so los lassen konnte und „frei“ war.
Du hast es genossen, dass ich diesen Moment so genossen habe.
Win Win für beide Seiten.
Kurz darauf fing es an, dass du mir einen Kosenamen gegeben hast. Böse wurdest du, als ich inflationäre Betitelungen nicht haben wollte.
Dein „Traummensch“ sei ich und ich sei der einzige Mensch, der so bezeichnet werden würde. Dran sein nichts inflationär. Dass ich so denke, würde dich verletzen. Hast du mir nahegelegt.
Erneut habe ich es abgetan als „Spleen“ von dir, ja sogar als Masche. Und auch heute noch, hege ich öfters diesen Gedanken. Diese Beteuerungen kannst du einfach nicht ernst meinen.
Weil wir doch Regeln haben.
Weil man das innerhalb von Affären nicht so macht.
Und schlussendlich, weil ich kein Mensch bin, in den man sich verliebt.
Ich habe dich auch nie danach gefragt, ob dir das passierst ist und ich werde es in nächster Zeit auch nicht tun. Zu sehr habe ich Angst vor der Antwort.
Oft habe ich versucht, dir das rational zu erklären. Dass du so denkst, weil die Wirklichkeit verwischt. Ich bin bequem und deswegen siehst du es als „traumhaft“ an.
Ich stelle keine Ansprüche, hege keine Eifersucht und bin spielfreudig im Bett.
Aber das ist nur ein kleiner Bruchteil meines Wesens, denn der Rest….der geht dich einfach nichts an.
Eben weil du nur „diese“ Seiten bekommst, denkst du, dass alles schön sei mit mir. Unkompliziert. Nur das bin ich ganz und gar nicht. Ich bin verworren und verdreht.
Manchmal gewinne ich den Eindruck, dass du mir noch näher kommen willst, je weiter ich dich von mir fernhalte.
Angefangen bei den oben genannten Kosenamen und aufgehört dabei, dass Nachrichten mittlerweile von dir mit „hab dich lieb“ enden.
Mehrfach habe ich klargestellt, dass das kein Verhalten innerhalb von Affären ist.
Du hast mir dann erklärt, dass man Freunde durchaus lieb haben dürfe und bei einer Freundschaft Plus sei das ebenso.
Noch heute lässt du dich zu meinem Leidwesen davon nicht abbringen.
Dass es für dich mittlerweile eine Freundschaft ist wurde deutlich, als du mit deinem Herzmenschen Stress hattest zum Jahresende hin.
An diesem Abend konnte ich dir nur 15 Minuten Zeit schenken und die hast du genutzt. Um über diesen Streit zu reden, dich umarmen zu lassen und für dich da zu sein.
Wider meiner Natur hinterfrage ich diese Dinge nicht, kommentiere sie auch nicht.
Wie gesagt, ich fürchte die Antwort und vielleicht…vielleicht weiß ich sie auch schon längst und will sie nur nicht wahrhaben.
Vielleicht denke ich aber auch viel zu weit und die Dinge sind so, wie du sagst.
Du magst mich. Das ist eine Freundschaft plus für dich und fertig aus.
Denn so schöne Dinge die du mir zuteilwerden lässt, so ambivalent verhältst du dich auch hin und wieder.
Dann höre ich manchmal tagelang nichts von dir oder bemerke, wie du bei gemeinsamen Treffen anderen hinterhersiehst.
Egal ist mir das nicht, allerdings trifft es mich auch nicht. Denn du verursachst mir kein Herzklopfen, kein Verliebt sein oder ähnliches.
Ich bemerke solche Dinge, mehr aber auch nicht.
Ich fasse dich gerne an, schlafe gerne mit dir und verbringe auch gerne Zeit mit dir. Nur emotional? Da bin ich sattelfest, da gehöre ich zu meinem Herzmenschen.
Daran gab es nie Zweifel und wird es auch nie welche geben.
Unsere Spielchen genieße ich ebenfalls sehr.
Diese Unart, mich mit diesem Kosenamen zu belegen, habe ich wegbekommen, in dem ich dich mit deinen eigenen Worten geschlagen habe.
Gleiches galt für Komplimente und Co.
Und das nagt an dir. Zum einen, dass ich dich dran bekommen habe und zum anderen, dass du diese Gewohnheit abstellen musstest.
Mir ist nur sehr deutlich bewusst geworden, wie sehr sich diese Spielchen wandeln.
Nicht auf den Sex bezogen, sondern auf das Dazwischen.
Du hast dich nicht an Absprachen gehalten und mir ein Geburtstageschenk besorgt. Außenstehende würden lächelnd dieses Sportgerät abnicken und gut wäre das.
Aber dahinter steckt ein klares Ziel von dir.
Ein gemeinsames Hobby schaffen, eine gemeinsame Aktivität außerhalb des Bettes finden und Freizeit miteiandern verbringen und auch etwas mit dir zusammen machen, was dir dein Herzmensch verwehrt.
Allgemein könnte es eher in diesen Bereich gehen.
Ich bin die Ersatzbeziehung für dich.
Der Mensch, der die Dinge mit dir macht, die du von deinem Herzmenschen nicht bekommst.
Das ist ganz klar nicht zu verwechseln mit verliebt sein. Das sind zwei völlig unterschiedliche Bereiche.
Stück für Stück hast du rausgelassen, was du in deinem Zuhause nicht bekommst. Und es scheint, dass ich unbewusst da die ein oder andere Lücke fülle.
Ein gutes Bespiel ist hierfür die Phase nach dem Sex. Reden muss man da nicht groß, aber man liegt eben zusammen. Fährt mit den Fingern die Konturen der nackten Haut seines Gegenübers nach. Genießt die Nachbeben. Den Duft des anderen.
Solche Dinge sind für mich selbstverständlich. Ich denke darüber nicht nach, ich mache sie einfach.
„Das kenne ich von Zuhause nicht“, hast du mir letztens ins Ohr gemurmelt.
„Was?!“
„Na das hier…diese Nähe nach dem Sex….wenn du mich zwischen den Schulterblättern streichelst und die Gänsehaut über meinen Körper jagt“, war deine verschlafene Antwort.
Reflexartig habe ich meine Hand zurückgezogen, als hätte ich mich verbrannt.
Dein Griff war fest und bestimmt, als du diese zurückgelegt hast: „Ich habe NICHT gesagt, dass du damit aufhören sollst!“
„Ich will dir nur nicht zu nah kommen oder zu klettig sein.“
„Nein. Bist du nicht. Mach bitte weiter“, hast du erwidert.
Während der Schweiß auf meiner Haut abkühlte, schlich sich der Gedanke ein, ob wir zwei doch nicht unbewusst auf der Suche waren. Auf das, was Zuhause fehlt.
Bei dir vielleicht mehr, als bei mir.
Ich habe Nähe. Lachen. Geborgenheit und unendlich viel Liebe. Gemeinsame Unternehmungen, Ziele und Träume.
Nur eben auch leider Flaute im heimatlichen Bett. Einmal im halben Jahr Sex zu haben ist mir einfach zu wenig.
Und falls man sich fragt, ja ich habe es angesprochen. Ja, man hat Dinge versucht, Und ja, es hat sich nichts geändert.
Bei dir erscheint es mir so, dass deine Partnerschaft besser läuft, je mehr du dich außer Haus vergnügst.
Denn nicht immer schlafen wir miteinander. Und trotzdem gehst du lächelnd nach Hause.
Wenn man sich alles hier nochmal durchliest könnte man meinen, du wärst ein lieber und unglaublich netter Mensch. Bist du nicht. Ich weiß das wohl.
Ein „charmanter Arsch“ bist du und ich habe lediglich das Glück, dass du mir gegenüber noch nie den Arsch hast raushängen lassen.
Dennoch gibt es unschöne Seiten an dir. Dessen bin ich mir durchaus bewusst.
Du bist sehr ehrgeizzerfressen, ungeduldig mit Menschen die du nicht leiden kannst, dein Ego ist groß, du bist ein Beobachter und das macht es schwer, dich manchmal einzuschätzen, du bist sehr von dir überzeugt.
Mir fällt es leicht, das so auszuhalten und zu tragen.
Einfach, weil es in meiner Position gar keine andere Vorstellung davon gibt.
Im Alltag muss ich mich mit alldem / mit dir nicht auseinandersetzen.
Du bist nicht mein tägliches Leben und das ist gut so.
Und ja, ich sage dir diese Dinge auch direkt ins Gesicht. Allerdings kann ich nicht sagen, ob dich das berührt oder kümmert.
Ich weiß nur, dass du kurze Zeit später mit Dingen um die Ecke kommst, mit denen ich so nie rechne.
Bei meiner letzten Reise hast du mir geschrieben, als ich schon am Flughafen saß.
„Mit dir würde ich bis an das Ende der Welt reisen und zurück!“, stand in der Nachricht.
„Mit mir wirst du nirgends hinreisen. Das Recht steht alleine deinem Herzmenschen zu“, war meine Antwort.
Daraufhin kam lange nichts mehr von dir.
Mir ist klar, dass ich nicht nett bin in diesen Momenten, aber das Bedürfnis die Dinge so darzustellen wie sie nun mal sind, ist einfach zu groß in mir.
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