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Mittwoch, 10. Mai 2017
Monk Fragen
kisiyariel, 11:53h
Gleiches galt für eine Frage, die ich nebenbei fallen gelassen habe.
„Was würdest du tun wenn du wüsstest, du könntest nicht scheitern?“, lautete sie.
Das war keine Herausforderung, sondern lediglich eine Tages-Sequenz die ich dir erzählt habe.
Zugegeben, deine Antwort war weit von der entfernt, die ich dir zugedacht habe.
„Eine WG mit dir gründen! Dann hätte ich immer die Möglichkeit dich zu sehen, ohne die Distanz oder die terminlichen Schwierigkeiten“, war deine Antwort.
Das scheint ein Gedanken-Konstrukt zu sein, welches dich arg beschäftigt.
Auch jetzt, während du mit deinem Herzmenschen im Urlaub bist, bekomme ich Nachrichten von dir.
Du überlegst, ob sich irgendwann auch nur irgendwie ein gemeinsamer Urlaub erklären und organisieren lassen könnte.
„Du bist toll und ich vermisse dich“, wirfst du mir einfach so hin.
Der Kaffee schmeckt plötzlich schal in meinem Mund.
„Du bist im Urlaub mit deinem Herzmensch. Genieß das und verschwende keinen Gedanken an mich“, antworte ich dir und weiß, dass du das niemals abstellen wirst.
Öfters hast du mir schon gesagt, dass es dich verletzt, wenn ich so reagiere.
Glaube ich dir dein Verletzt sein? Eher nicht. Es ist eher dein Ego, das sich da meldet.
Aber was erwartest du? Hast du überhaupt etwas zu erwarten?
Emotionen führen IMMER zu Komplikationen und wir wissen beide, dass wir genau DAS nicht gebrauchen können.
Wenn du Stress im Job hast, höre ich dir gerne zu.
Wenn du Stress in deiner Partnerschaft hast, höre ich dir gerne zu.
Wenn du etwas Neues im Schlafzimmer ausprobieren willst, höre ich dir gerne zu.
Aber all das mache ich nicht, weil ich toll bin. Oder dein Traummensch. Oder weil ich dich an mich binden will.
Es geschieht halt irgendwie nebenbei oder zwangsläufig. Darüber denke ich einfach nie nach.
Schwer zu sagen, wie mich Außenstehende sehen oder gar du mich siehst. Mein eigenes Bild von mir ist jedenfalls ein völlig anderes.
Aber es scheint, dass ich dich – obwohl du mir um Lebensjahre voraus bist – hin und wieder naja…beeindrucke.
Mit Dingen, die für mich selbstverständlich sind und zum „guten Ton“ dazu gehören.
Zwei extreme Beispiele hierfür gibt es.
Einmal gab es ein Gespräch mit einem unliebsamen Kollegen von dir. Dieser wollte Feedback. Warum man ihn ablehnt, er nicht willkommen war.
Du warst in dein Handy vertieft. Hast entweder andere Dates ausgemacht oder was auch immer getan. Aktiv am Gespräch warst du jedenfalls nicht beteiligt.
Diesem Kollegen jedenfalls habe ich angeboten, dass man das Vier-Augen-Gespräch sucht und ich gerne bereit bin, ihm die Sachverhalte darzulegen. Damit hatte es für mich sein Ende. Für dich nicht.
Tage später hast du mich völlig aus dem Nichts heraus darauf angesprochen.
„Du, das hätte nicht jeder gemacht. Alle anderen hätten ihn einfach weiter geschickt, hätten ihn auflaufen lassen“, waren deine Worte.
„Warum sollte ich das tun? Er wollte Feedback. Also bekommt er es“, habe ich abgewunken.
„Nein…nein glaub mir. Das ist nicht selbstverständlich!“
Monate später ergab sich das nächste prägende Szenario.
Erst, als alles abgewendet war habe ich mich gefragt, was du erlebt haben musst, dass du da so voller Zweifel reingegangen bist.
Ein Freund von dir, ein indirekter Vorgesetzter von mir hat selbstverschuldet Hilfe benötigt.
Die hat er bekommen. Von mir.
Obwohl ich ihn nicht gut kenne, habe ich das gemacht, was ich eben kann.
Ihm, deinem Freund, einen Leitfaden gegeben.
Diese Woche, wo all das hochging, war heftig für dich.
An deiner Menschenkenntnis hast du gezweifelt.
An deiner Freundschaft zu ihm und ja, auch an ihm selbst hast du gezweifelt.
Dass ich deinen Freund nicht habe fallen lassen in dieser Situation, war für dich wohl eine neue Erfahrung. Denn viele um ihn herum taten genau das.
„Ich kenne ihn nicht gut, aber ich habe ihn arbeiten sehen. Beim Gespräch hat er alle Karten auf den Tisch gelegt, war ehrlich. Warum sollte ich ihm nicht helfen?“, habe ich dich gefragt und statt einer Antwort hast du mich geküsst, als würde die Nacht nie enden.
Du warst bei mir. Mehrfach. Zum Reden.
Aber auch, um deinen Frust durch Sex abzubauen.
Nach diesem kurzen Intermezzo habe ich dir beim Kaffee danach gesagt, dass Sex mit dir zwar schön sei, aber ich mich nicht für „Frust-Ficken“ hergeben werde. Das war eine einmalige Sache, beim nächsten Mal wirst du lernen müssen, damit (=dem Frust) umzugehen.
Meine Worte waren heftig gewählt und glichen wohl einer eiskalten Dusche. Seit dem kam so ein Anspruchsdenken nie wieder von dir.
Was diese Eingangsfrage bzw. deine Antwort für mich war?
Ein Schreck-Moment.
Mir wurde bewusst, dass du mich schon sehr stark in dein Leben miteinbindest.
Ich sage dir immer und immer wieder, dass Affären ein Haltbarkeitsdatum haben.
Unsere kann noch 4 Wochen oder 4 Monate laufen und sich dann schlagartig in Luft auflösen.
Für mich wäre DAS völlig in Ordnung.
Dich beruhigt dieser Gedanke nicht.
Aber das genau macht doch so ein Abkommen aus, oder nicht?
Keine Verpflichtungen, das eigene Ego wird befriedigt und jeder ist damit glücklich.
Man verbringt zusammen einfach eine gute Zeit.
Nur ein „mehr“ wird es nie geben. Ob dir das bewusst ist?
„Was würdest du tun wenn du wüsstest, du könntest nicht scheitern?“, lautete sie.
Das war keine Herausforderung, sondern lediglich eine Tages-Sequenz die ich dir erzählt habe.
Zugegeben, deine Antwort war weit von der entfernt, die ich dir zugedacht habe.
„Eine WG mit dir gründen! Dann hätte ich immer die Möglichkeit dich zu sehen, ohne die Distanz oder die terminlichen Schwierigkeiten“, war deine Antwort.
Das scheint ein Gedanken-Konstrukt zu sein, welches dich arg beschäftigt.
Auch jetzt, während du mit deinem Herzmenschen im Urlaub bist, bekomme ich Nachrichten von dir.
Du überlegst, ob sich irgendwann auch nur irgendwie ein gemeinsamer Urlaub erklären und organisieren lassen könnte.
„Du bist toll und ich vermisse dich“, wirfst du mir einfach so hin.
Der Kaffee schmeckt plötzlich schal in meinem Mund.
„Du bist im Urlaub mit deinem Herzmensch. Genieß das und verschwende keinen Gedanken an mich“, antworte ich dir und weiß, dass du das niemals abstellen wirst.
Öfters hast du mir schon gesagt, dass es dich verletzt, wenn ich so reagiere.
Glaube ich dir dein Verletzt sein? Eher nicht. Es ist eher dein Ego, das sich da meldet.
Aber was erwartest du? Hast du überhaupt etwas zu erwarten?
Emotionen führen IMMER zu Komplikationen und wir wissen beide, dass wir genau DAS nicht gebrauchen können.
Wenn du Stress im Job hast, höre ich dir gerne zu.
Wenn du Stress in deiner Partnerschaft hast, höre ich dir gerne zu.
Wenn du etwas Neues im Schlafzimmer ausprobieren willst, höre ich dir gerne zu.
Aber all das mache ich nicht, weil ich toll bin. Oder dein Traummensch. Oder weil ich dich an mich binden will.
Es geschieht halt irgendwie nebenbei oder zwangsläufig. Darüber denke ich einfach nie nach.
Schwer zu sagen, wie mich Außenstehende sehen oder gar du mich siehst. Mein eigenes Bild von mir ist jedenfalls ein völlig anderes.
Aber es scheint, dass ich dich – obwohl du mir um Lebensjahre voraus bist – hin und wieder naja…beeindrucke.
Mit Dingen, die für mich selbstverständlich sind und zum „guten Ton“ dazu gehören.
Zwei extreme Beispiele hierfür gibt es.
Einmal gab es ein Gespräch mit einem unliebsamen Kollegen von dir. Dieser wollte Feedback. Warum man ihn ablehnt, er nicht willkommen war.
Du warst in dein Handy vertieft. Hast entweder andere Dates ausgemacht oder was auch immer getan. Aktiv am Gespräch warst du jedenfalls nicht beteiligt.
Diesem Kollegen jedenfalls habe ich angeboten, dass man das Vier-Augen-Gespräch sucht und ich gerne bereit bin, ihm die Sachverhalte darzulegen. Damit hatte es für mich sein Ende. Für dich nicht.
Tage später hast du mich völlig aus dem Nichts heraus darauf angesprochen.
„Du, das hätte nicht jeder gemacht. Alle anderen hätten ihn einfach weiter geschickt, hätten ihn auflaufen lassen“, waren deine Worte.
„Warum sollte ich das tun? Er wollte Feedback. Also bekommt er es“, habe ich abgewunken.
„Nein…nein glaub mir. Das ist nicht selbstverständlich!“
Monate später ergab sich das nächste prägende Szenario.
Erst, als alles abgewendet war habe ich mich gefragt, was du erlebt haben musst, dass du da so voller Zweifel reingegangen bist.
Ein Freund von dir, ein indirekter Vorgesetzter von mir hat selbstverschuldet Hilfe benötigt.
Die hat er bekommen. Von mir.
Obwohl ich ihn nicht gut kenne, habe ich das gemacht, was ich eben kann.
Ihm, deinem Freund, einen Leitfaden gegeben.
Diese Woche, wo all das hochging, war heftig für dich.
An deiner Menschenkenntnis hast du gezweifelt.
An deiner Freundschaft zu ihm und ja, auch an ihm selbst hast du gezweifelt.
Dass ich deinen Freund nicht habe fallen lassen in dieser Situation, war für dich wohl eine neue Erfahrung. Denn viele um ihn herum taten genau das.
„Ich kenne ihn nicht gut, aber ich habe ihn arbeiten sehen. Beim Gespräch hat er alle Karten auf den Tisch gelegt, war ehrlich. Warum sollte ich ihm nicht helfen?“, habe ich dich gefragt und statt einer Antwort hast du mich geküsst, als würde die Nacht nie enden.
Du warst bei mir. Mehrfach. Zum Reden.
Aber auch, um deinen Frust durch Sex abzubauen.
Nach diesem kurzen Intermezzo habe ich dir beim Kaffee danach gesagt, dass Sex mit dir zwar schön sei, aber ich mich nicht für „Frust-Ficken“ hergeben werde. Das war eine einmalige Sache, beim nächsten Mal wirst du lernen müssen, damit (=dem Frust) umzugehen.
Meine Worte waren heftig gewählt und glichen wohl einer eiskalten Dusche. Seit dem kam so ein Anspruchsdenken nie wieder von dir.
Was diese Eingangsfrage bzw. deine Antwort für mich war?
Ein Schreck-Moment.
Mir wurde bewusst, dass du mich schon sehr stark in dein Leben miteinbindest.
Ich sage dir immer und immer wieder, dass Affären ein Haltbarkeitsdatum haben.
Unsere kann noch 4 Wochen oder 4 Monate laufen und sich dann schlagartig in Luft auflösen.
Für mich wäre DAS völlig in Ordnung.
Dich beruhigt dieser Gedanke nicht.
Aber das genau macht doch so ein Abkommen aus, oder nicht?
Keine Verpflichtungen, das eigene Ego wird befriedigt und jeder ist damit glücklich.
Man verbringt zusammen einfach eine gute Zeit.
Nur ein „mehr“ wird es nie geben. Ob dir das bewusst ist?
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