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Donnerstag, 18. Mai 2017
Be nice
kisiyariel, 14:09h
Mit jedem Wort, das ich hier schreibe, klinge ich abgebrüht und herzlos.
Das ist tragisch wie auch komisch zu gleich.
Denn beides bin ich in keiner Weise.
Es gibt viele Tage, da ertrage ich mich kaum im Spiegel.
Da wird mir schlecht, wenn ich nur daran denke, was ich getan habe und bereit war zu tun.
Es erstickt mich innerlich. Dieser Betrug, den wir beide unseren Herzmenschen antun.
Aber auch dir gegenüber habe ich ein schlechtes Gewissen.
Es gibt Stunden, da weiß ich, dass ich deine wirklich nette Seite gar nicht verdient habe.
Vor einiger Zeit hatte ich einen bösen Kater und du bist in der Firma vorbei gekommen. Einfach so. Um mit einer Kleinigkeit meinen Kater zu bekämpfen.
Oder der Moment, wo du im Sommer an mir vorbei gefahren bist und du mir heimlich eine Kusshand zugeworfen hast, so dass es kein Kollege sieht.
An der nächsten Ampel hast du zum Handy gegriffen und mir geschrieben, dass eben Alice Cooper mit „Poison“ im Radio lief und genau das sei ich für dich.
Charmant? Charmant geht sicherlich anders. Aber es ist ehrlich.
Vielleicht bin ich Gift für dich.
Weil ich nichts einfordere und dich das umso mehr anspornt.
Weil ich dir Grenzen deutlich und hart aufzeige, wo es sich viele andere nicht trauen.
Weil ich dich unermüdlich an unsere Spielregeln erinnere.
Was aber für mich die viel wichtigere Fragestellung ist: Was bist du für mich?
In erster Linie jemand, von dem ich es nicht erwartet hätte, dass er es in mein Leben schafft.
Vom Bett ganz zu schweigen.
Du siehst Dinge in mir, die ich selbst nicht wahrhaben will.
Versuchst mich immer mal wieder aus meiner Komfortzone zu holen; in allen möglichen Bereichen.
Verführst mich spielend dazu Dinge im Bett auszutesten, die nicht mal in meiner Vorstellung vorhanden waren.
Du bereicherst mein Leben und bist dennoch nicht mein Lebensinhalt.
Du bist eine wunderbare Versuchung.
Meine Auszeit vom Alltag.
Aber auch mein Störfaktor.
Denn ich muss aufpassen, dass ich keine Vergleiche zu meinem Herzmenschen herstelle.
Dass ich Dinge in Frage stelle oder anzweifle.
Oder noch schlimmer, dass ich mit meinem Herzmenschen gegenüber ungeduldig werde und damit ungerecht.
Du bist die eine Welt, mein Herzmensch die andere. Diese Welten sollten sich so wenig wie möglich überschneiden.
Vor einer Weile habe ich dich mal gefragt, warum du dich von deinem Herzmenschen nicht trennst.
„In der nächsten Beziehung würde es ja nicht besser werden, oder?“, hast du mich gefragt.
Wolke 4, statt 7 eben.
Bei mir ist es genau anderes herum. Ich habe an sich Wolke 7. Viele viele Jahre lang.
Nur das Körperliche fehlt bzw. wurde so wenig, dass ich unausgeglichen bin.
Aber eine Beziehung nur wegen Sex scheitern lassen, wo alles andere perfekt läuft? Nein…nein….so einfach mache ich es mir dann doch nicht.
Also bin ich weiterhin der Vorzeige-Gutmensch. Ziehe diese Maske auf und überstehe den Alltag. Woche für Woche. Jahr für Jahr.
Auch bei dir. Irgendwie. Oder anders gesagt: ich will ein bestimmtes Bild von mir bei dir formen.
Einfach, damit ich dich auf Abstand halte. Damit man sich nicht emotional zu stark annähert.
„Ich bin die erste Priorität in meinem Leben. Sonst niemand. Deswegen fällt es mir leicht, mich von Menschen oder Dingen zu trennen“, war so ein Satz, der dich beim letzten Treffen nachdenklich gestimmt hat.
Genau das sollte er auch tun.
Verlasse dich nicht darauf, dass ich auf ewig an deiner Seite sein werde.
Warum ich das so harsch formuliert habe? Weil du kurz davor meintest, dass dein Leben gerade einfach perfekt sei. Nichts würdest du daran ändern wollen.
Du sagst viele dieser Dinge.
Und immer ist etwas dabei, was mich verschreckt oder zum Nachdenken bringt.
Derweil könnten wir einen so simplen Nenner haben.
Zwei Alpha-Menschen, die gerne Sex haben und mal froh darüber sind, nicht auch noch im Bett den Ton angeben zu müssen.
Ich finde, darin sind wir wirklich gut. Also im Bett miteinander.
Die jagst lang verschüttete Wellen über meinen Körper und ich dir Gänsehaut an Stellen, von denen du nicht mal wusstest, dass dir das da passieren kann.
Also können wir diese Welten noch ein bisschen parallel laufen lassen, ja?
Ohne, dass man sie miteinander vermischt, okay?
Das ist tragisch wie auch komisch zu gleich.
Denn beides bin ich in keiner Weise.
Es gibt viele Tage, da ertrage ich mich kaum im Spiegel.
Da wird mir schlecht, wenn ich nur daran denke, was ich getan habe und bereit war zu tun.
Es erstickt mich innerlich. Dieser Betrug, den wir beide unseren Herzmenschen antun.
Aber auch dir gegenüber habe ich ein schlechtes Gewissen.
Es gibt Stunden, da weiß ich, dass ich deine wirklich nette Seite gar nicht verdient habe.
Vor einiger Zeit hatte ich einen bösen Kater und du bist in der Firma vorbei gekommen. Einfach so. Um mit einer Kleinigkeit meinen Kater zu bekämpfen.
Oder der Moment, wo du im Sommer an mir vorbei gefahren bist und du mir heimlich eine Kusshand zugeworfen hast, so dass es kein Kollege sieht.
An der nächsten Ampel hast du zum Handy gegriffen und mir geschrieben, dass eben Alice Cooper mit „Poison“ im Radio lief und genau das sei ich für dich.
Charmant? Charmant geht sicherlich anders. Aber es ist ehrlich.
Vielleicht bin ich Gift für dich.
Weil ich nichts einfordere und dich das umso mehr anspornt.
Weil ich dir Grenzen deutlich und hart aufzeige, wo es sich viele andere nicht trauen.
Weil ich dich unermüdlich an unsere Spielregeln erinnere.
Was aber für mich die viel wichtigere Fragestellung ist: Was bist du für mich?
In erster Linie jemand, von dem ich es nicht erwartet hätte, dass er es in mein Leben schafft.
Vom Bett ganz zu schweigen.
Du siehst Dinge in mir, die ich selbst nicht wahrhaben will.
Versuchst mich immer mal wieder aus meiner Komfortzone zu holen; in allen möglichen Bereichen.
Verführst mich spielend dazu Dinge im Bett auszutesten, die nicht mal in meiner Vorstellung vorhanden waren.
Du bereicherst mein Leben und bist dennoch nicht mein Lebensinhalt.
Du bist eine wunderbare Versuchung.
Meine Auszeit vom Alltag.
Aber auch mein Störfaktor.
Denn ich muss aufpassen, dass ich keine Vergleiche zu meinem Herzmenschen herstelle.
Dass ich Dinge in Frage stelle oder anzweifle.
Oder noch schlimmer, dass ich mit meinem Herzmenschen gegenüber ungeduldig werde und damit ungerecht.
Du bist die eine Welt, mein Herzmensch die andere. Diese Welten sollten sich so wenig wie möglich überschneiden.
Vor einer Weile habe ich dich mal gefragt, warum du dich von deinem Herzmenschen nicht trennst.
„In der nächsten Beziehung würde es ja nicht besser werden, oder?“, hast du mich gefragt.
Wolke 4, statt 7 eben.
Bei mir ist es genau anderes herum. Ich habe an sich Wolke 7. Viele viele Jahre lang.
Nur das Körperliche fehlt bzw. wurde so wenig, dass ich unausgeglichen bin.
Aber eine Beziehung nur wegen Sex scheitern lassen, wo alles andere perfekt läuft? Nein…nein….so einfach mache ich es mir dann doch nicht.
Also bin ich weiterhin der Vorzeige-Gutmensch. Ziehe diese Maske auf und überstehe den Alltag. Woche für Woche. Jahr für Jahr.
Auch bei dir. Irgendwie. Oder anders gesagt: ich will ein bestimmtes Bild von mir bei dir formen.
Einfach, damit ich dich auf Abstand halte. Damit man sich nicht emotional zu stark annähert.
„Ich bin die erste Priorität in meinem Leben. Sonst niemand. Deswegen fällt es mir leicht, mich von Menschen oder Dingen zu trennen“, war so ein Satz, der dich beim letzten Treffen nachdenklich gestimmt hat.
Genau das sollte er auch tun.
Verlasse dich nicht darauf, dass ich auf ewig an deiner Seite sein werde.
Warum ich das so harsch formuliert habe? Weil du kurz davor meintest, dass dein Leben gerade einfach perfekt sei. Nichts würdest du daran ändern wollen.
Du sagst viele dieser Dinge.
Und immer ist etwas dabei, was mich verschreckt oder zum Nachdenken bringt.
Derweil könnten wir einen so simplen Nenner haben.
Zwei Alpha-Menschen, die gerne Sex haben und mal froh darüber sind, nicht auch noch im Bett den Ton angeben zu müssen.
Ich finde, darin sind wir wirklich gut. Also im Bett miteinander.
Die jagst lang verschüttete Wellen über meinen Körper und ich dir Gänsehaut an Stellen, von denen du nicht mal wusstest, dass dir das da passieren kann.
Also können wir diese Welten noch ein bisschen parallel laufen lassen, ja?
Ohne, dass man sie miteinander vermischt, okay?
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